tom, der dippige jonki!

Heute mal ein Hinweis zur Groß-Klein-Schreibung. Lest mal den Text des blauen Bildes. Konntet ihr die großzuschreibenden Wörter erkennen?

Die Groß-Klein-Schreibung wird vielfach über das Wissen über Wortarten und deren Regelwerk erarbeitet.

📌 Namenwörter schreibt man groß: alles was ich angreifen kann, wird groß geschrieben

📌 Nach einem Artikel wird groß geschrieben

📌 Zauberwörter: „Nach VOM, ZUM, BEIM schreib niemals klein!“

Daraus können aber Fehler resultieren wie:

‼️ Ich habe heute glück gehabt.“Glück“ ist zwar ein Namenwort, wird als solches vom Kind aber nicht erkannt, da es nicht anzugreifen ist.


‼️ Die Süßen sachen schmecken gut. Das Schreckliche warten hört bald auf.Die Regel „NACH einem Artikel wird groß geschrieben“ wurde hier perfekt angewendet. 😉


‼️ Vom laufen wird das Kind müde.“laufen“ ist ein Tunwort und Tunwörter werden klein geschrieben.

Dieses Regelwerk kann euch beim Erfassen der Groß-Klein-Schreibung am blauen Bild nur bedingt geholfen haben, oder? Viel eher habt ihr ganz unbewusst eine Technik angewendet, die auf den Klang, den Rhythmus, die Melodie des Satzes Bezug nimmt.

Unsere Groß-Klein-Schreibung ist auch syntax- und betonungsbezogen.

Das heißt, wir haben ein unbewusstes Wissen, wo im Satz ein Wort zu stehen hat, wir kennen den Satzbau und die Satzgliederung. Es würde sich für uns komisch anhören, wenn der Satz statt „Das Kind geht heute Abend ins Kino.“ so lautet „Das Kind ins Kino geht heute Abend.“ Auch haben wir ein Gefühl dafür, an welcher Stelle im Satz wir eine kurze Sprechpause machen, eine deutliche Betonung einem Wort zukommen lassen und dgl. Als Beispiel:

„Das KIND geht heute Abend ins Kino.“

„Das Kind GEHT heute Abend ins Kino.“

„Das Kind geht heute ABEND ins Kino.“

„Das Kind geht heute Abend ins KINO.“

Was fällt euch denn nun auf? Ja genau, bis auf das Prädikat (Verb im Satz) sind die betonten Wörter im Satz die Großzuschreibenden!

Getagged mit: , ,